Mammographie Screening

Brustkrebs Früherkennung

Mammographie Screening ist eine Röntgendarstellung der Brustdrüse, die nach wie vor die aussagekräftigste technische Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs ist. Dadurch sind auch nicht tastbare Tumore leicht zu erkennen.

Seit dem Jahr 2005 gibt es in Deutschland ein Mammographie-Screening-Programm (wird von den gesetzlichen Krankenkassen für Frauen von 50 bis 69 Jahren übernommen). Das Mammographie-Screening-Programm hat das Ziel, durch systematische Untersuchungen von Frauen in jedem Alter, die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs in Zukunft zu verringern. Dieses Programm soll ein frühes Stadium erkennen um schlimmeres vorzubeugen.

Nach derzeitigem Wissensstand scheint die Untersuchung für Frauen unter 40 bis 50 Jahren keinen Vorteil zu bringen, da es immer häufiger einen falschen Befund ergibt je jünger die Frauen sind. Bei jüngeren Frauen ist unter anderem die Gewebedichte der Brüste höher, die allgemeine Beurteilbarkeit der Röntgenaufnahme wird erschwert und kann falsch gedeutet werden. Aus diesen Gründen wird dir in der Regel Mammographie Screening als Vorsorgeuntersuchung erst ab dem 50. Lebensjahr angeboten.



Brustkrebs FrüherkennungDie Untersuchung wird mit einem speziellen Röntgengerät durchgeführt, die eigentliche Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Die Brust wird durch zwei Plexiglas Platten zusammengedrückt. Die Platten sind für die Röntgenstrahlen kein Hindernis und sind nicht auf dem Röntgenbild zu sehen. Durch diese Platten werden auch keine Verschattungen, oder ähnliches erzeugt. Bei der Untersuchung wird ein Druck erzeugt, der kann zwar unangenehm bis schmerzhaft für dich sein, es dient aber zur besseren Darstellung des Drüsengewebes auf den Aufnahmen und ist deshalb notwendig. Es werden von jeder Brust zwei Aufnahmen gemacht. Es entsteht eine zweidimensionale Schwarz-Weiß-Aufnahme der Brüste und kann dann aus zwei verschiedenen Perspektiven begutachtet werden.
Zwei unabhängige Ärzte untersuchen danach die Ergebnisse dieser Mammographie Screening und werden jeweils das Ergebnis eigenständig beurteilen. Aus dem Grund stehen die Untersuchungsunterlagen in der Regel erst nach ca. ein bis zwei Wochen zu Verfügung.
Leider ist es mit Mammographie Screening nicht möglich zu sagen, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt. Deshalb wird in den meisten Fällen im Anschluss eine Gewebeprobe (siehe Kapitel Biopsie S. 20) durchgeführt um eine sichere Abklärung des Befundes zu erlauben.




Bild: Fotolia.com © Sven Bähren

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